Drachenboot – vier Hassianer für Deutschland

Ein besonderer sportlicher Erfolg für den Gießener Ruderclub Hassia 1906 e.V.: Gleich vier Sportlerinnen und Sportler des Vereins gehören der Deutschen Drachenboot-Nationalmannschaft des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) an. Ende September werden sie Deutschland bei den ICF Dragon Boat World Championships 2026 in Hangzhou, China, vertreten.

Anne Andersen, Sabine Walther, Jörg Stracke und Hans-Jürgen Schremmer reisen gemeinsam mit rund 35 weiteren Mitgliedern des deutschen Nationalmannschaftskaders nach China. Für das Gießener Quartett bildet die Weltmeisterschaft den Höhepunkt einer intensiven Saison und zugleich eine besondere Anerkennung der kontinuierlichen sportlichen Arbeit.

Von der Lahn zur Weltmeisterschaft

Die Weltmeisterschaften finden vom 30. September bis 3. Oktober 2026 im Fuyang Water Sports Centre in Hangzhou statt. Bei dem internationalen Großereignis werden rund 1.000 Athletinnen und Athleten aus mehr als 40 Ländern erwartet. Die ICF bezeichnet die Veranstaltung als wichtigen Meilenstein für die internationale Entwicklung des Drachenbootsports.

Für die vier Nationalmannschaftsmitglieder des Gießener Ruderclubs ist die Reise nach China der vorläufige Höhepunkt eines langen sportlichen Weges, der viele Jahre zuvor auf der Lahn begonnen hat.

Rudern – Siege in Essen und Limburg

Essen und Limburg – zwei Regattastandorte, die jeweils den Sprint über 400 bzw. 500 Metern anbieten. Während die Männer Frauen in Essen mit Siegen heimkehrten, gewannen die Jungen in Limburg drei Medaillen.

Enno Just gewann dabei seine beiden Jungen Einer und setzte seine erfolgreiche Saison fort auf der Kurzstrecke in Limburg bei guten Wetterbedingungen an beiden Tagen.

Bei schönem Sonnenschein und leichtem Gegenwind fand am 06.September die 70.Sprintregatta in Essen-Kupferdreh statt und in diesem Jahr war auch Gießen bei dieser traditionsreichen Regatta am Start.

Gerade rechtzeitig erreichten Alexey Jakubov und Wiebke Hanack im Mix Doppelzweiern den Start. In einem engen Vier-Boote-Feld schenkten sich die Teams auf den 400 Metern nichts. Auch wenn der Sieg nach Düsseldorf ging, lieferten die Hassianer ein spannendes Rennen mit mehreren Führungswechseln, das Alexey und Wiebke auf der Ziellinie knapp für sich entscheiden konnten, der dritte Platz ging an Dirk und Katja.

Direkt danach ging es für Katja Berscht und Wiebke Hanack in den Frauen Doppelzweiter. Gegen Witten und Essen konnten die Hassia Frauen nach einem langen Bug an Bug Kampf ab Mitte der Strecke sich absetzen und das Rennen mit über vier Sekunden Vorsprung entscheiden.

Wiebeke Hanack startete am Nachmittag nach ausgestandener Knie OP seit langem wieder im Frauen Einer. Es ging gegen die schon bekannte Gegnerin aus dem Frauen-Doppelzweier aus Essen, die ein sehr starkes Rennen mit zwischenzeitlicher Führung zeigte, jedoch auf den letzten 100 Metern abreißen lassen musste. Somit konnte sich Hanack die zweite Medaille des Tages sichern. Als nächstes gingen Dirk und Alexey im Männer Doppelzweier an den Start. Sie zeigten von Beginn an ein sehr starkes Rennen, gingen es offen und mit einer sehr hohen Schlagzahl an. Das Boot aus Neuwied setze sich schließlich auf den letzten Metern durch, doch Gießen erreichte einen zeitgleichen zweiten Platz mit dem TVK Essen vor Kettwig – ein Zeichen für die hohe Dichte des Feldes.

Als letztes Rennen des Tages ging schließlich die gesamte Mannschaft der Hassia im Mix-Doppelvierer an den Start. Nach einem spannenden Rennen mit erheblichen Steuerproblemen konnte sich das Hassia Team dann doch über zwei Sekunden vor den Gegnern aus Kettwig und Bottrop über die Linie schieben und diese Regatta mit einem Sieg für die ganze Mannschaft abschließen.

Drachenboot – Wilde Hassianer Gans Wild on Tour

Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter den Wilden Hassianern, Gans Wild und einem Teil der Ruderer des Gießener Ruderclubs Hassia. Unter dem Motto „Wilde Hassianer Gans Wild on Tour“ ging es am Samstag zunächst auf eine Drachenbootregatta in Amsterdam. Mit zwei 20er-Booten traten Sport- und Funteam über 200 m, 500 m und 2.000 m an.

Die Wilden Hassianer konnten dabei gleich dreimal jubeln: 3. Platz über 200 m, 2. Platz über 500 m und der Sieg über 2.000 m.

Nach der Regatta klang der Tag bei einem gemütlichen Barbecue auf dem tollen Vereinsgelände des Amsterdamer Drachenbootvereins direkt am See aus.

Am Sonntag folgte dann das nächste Highlight: Gemeinsam starteten alle teilnehmenden Teams zu einer Wanderfahrt durch die Grachten Amsterdams. Am Ende standen stolze 22 Kilometer auf dem Wasser zu Buche.

So nehmen die rund 40 Gießener Drachenbootsportler nicht nur sportliche Erfolge, sondern vor allem viele tolle Erlebnisse und gemeinsame Erinnerungen aus diesem besonderen Wochenende mit nach Hause.

Wilde Hassianer – Gans Wild on Tour!

Der RC Hassia feiert 120 Jahre – Tradition, Leistung, Gemeinschaft

Am 23. August 1906 wurde der Ruderclub Hassia gegründet. Dies nahmen die 1906 er zum Anlass diesen Gründungstag zu feiern im Kreis der Mitglieder und Ehrengäste. Dabei ging es weniger um die chronologische Aufbereitung der langen Geschichte, sondern vor allem um das Verbringen gemeinsamer Zeit nach dem kurzen Festakt bei Bewirtung der Gastronomie Lahnblick und anschießender Bootstaufe.

Vorsitzender Kai Frenzel hielt die Festrede zum 120 jährigen Geburtstag. Gut 140 Anwesende Mitglieder und Ehrengäste waren dabei. Unter den Gästen waren zahlreiche bekannte Persönlichkeiten aus Sport, Politik und Gesellschaft. Mit Frau Dr. Ann-Kathrin Linsenhoff, Sportbeauftragte des Landes Hessen, Kathrin Schleenbecker MdL und Kreisbeigeordnete und Frank-Tilo Becher, Oberbürgermeister der Universitätsstadt Gießen, konnte der Verein zwei besondere Ehrengäste begrüßen.

Dabei stellte Kai Frenzel drei Schlagworte in den Mittelpunkt, die den Gießener Ruderclub Hassia seit seiner Gründung begleiten und bis heute prägen:

Tradition -Leistung – Gemeinschaft

Tradition steht für die sportlichen Leistungen und die zahlreichen Erfolge, die Hassia-Sportlerinnen und -Sportler über Jahrzehnte auf nationaler und internationaler Ebene erringen konnten. Leistung beschreibt den Anspruch, sich sportlich und persönlich weiterzuentwickeln, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam immer wieder neue Ziele zu erreichen. Und Gemeinschaft bildet das Fundament des Vereinslebens – die Verbundenheit der Mitglieder, die generationenübergreifende Zusammenarbeit und die Bereitschaft, gemeinsam für den Verein einzustehen.

Diese drei Begriffe verbinden die 120-jährige Geschichte mit der Gegenwart und geben zugleich Orientierung für die Zukunft. Denn bei aller Veränderung bleibt eines konstant: Erfolg, Leistung und Gemeinschaft gehören bei der Hassia untrennbar zusammen.

Pressebericht des Gießener Anzeiger: https://www.giessener-anzeiger.de/stadt-giessen/giessener-ruder-club-hassia-feiert-120-jahre-mit-booten-aus-den-truemmern-94444408.html

https://www.giessener-anzeiger.de/stadt-giessen/ruderclub-hassia-giessen-tauft-boot-auf-den-namen-wackeldiva-94458155.html

Hitzeschlacht und Action – 21. Drachenbootcup – Doppelsieg für die 1911er aus Marburg

Bei Hitze und trockenem Hochsommerwetter ging der 21. Drachenbootcup um den Cup der Sparkasse Gießen über die Sprintstrecke auf der Lahn. Das 700 Meter Rennen fand dieses Jahr ebenso statt, diesmal mit neuem Titel vom Modehaus Götz.

Dauergast und immer wieder erfolgreich – die 1911 er Lahndrachen vom Marburger Ruderverein widerstanden der Hitze und auf dem Wasser allen Kontrahenten und gewannen sowohl der Sport Cup und das 700 Meter Rennen.

Den Sport Fun Cup gewann die Renngemeinschaft der Moon Doggies/ Sparkasse Gießen der Fun Cup ging an die Flachpfeifen.

Die Ergebnisse findet ihr hier: https://www.wilde-hassianer.de/gießener-drachenbootcup/ergebnisse-drachenbootcup-2026/

Zweimal Bronze bei der DM

Gießen/Oberschleißheim. Mit einer starken Mannschaftsleistung kehrten die Wilden Hassianer des Gießener Ruderclubs Hassia 1906 e.V. von den 12. Gemeinsamen Deutschen Drachenbootmeisterschaften 2026 (ausgetragen gemeinsam von DKV – Deutscher Kanu Verband & DDV – Deutscher Drachenboot Verband) von der ehemaligen Olympiaregattastrecke von 1972 on Oberschleißheim bei München zurück. Über drei Wettkampftage, am vergangenen Wochenende, stellte sich das Team der nationalen Konkurrenz auf den Distanzen 200, 500 und 2.000 Meter im 10er Mixed Drachenboot, Senior B. Der Lohn für die intensive Vorbereitung: zwei Bronzemedaillen, sowie ein vierter Platz.

Mit den Erfolgen bei den Deutschen Meisterschaften 2026 haben sich die Wilden Hassianer zudem für die ECCC – ClubCrew-Europameisterschaft vom 8. – 12. September 2027 in Barcelona, Spanien qualifiziert. Damit erhält das Team die Möglichkeit, sich auf internationaler Ebene mit den besten Clubmannschaften Europas zu messen.

21. Drachenbootcup am 15. August

Sport, Teamgeist und Festivalatmosphäre auf der Lahn

Are you ready? Attention! Go!!“ – Dieser Ruf wird am Samstag, den 15. August 2026, ab 9:00 Uhr wieder über die Lahn hallen, wenn der 21. Gießener Drachenbootcup am Ufer des Gießener Ruderclub HASSIA 1906 e.V. startet. Im Rahmen des Gießener Stadtfestes verwandelt sich die Lahn erneut in eine große Wettkampfarena, in der sich 27 Mannschaften spannende Rennen um den Pokal der Sparkasse Gießen liefern.

Für den Gießener Ruderclub HASSIA besitzt der diesjährige Drachenbootcup eine besondere Bedeutung. Im 120. Jubiläumsjahr präsentiert sich der traditionsreiche Verein in neuem Glanz. Das frisch renovierte Bootshaus sowie die neue  Vereinsgastronomie „LAHNBLICK“ bieten den passenden Rahmen, um die zahlreichen Sportlerinnen, Sportler und Gäste an der Lahn willkommen zu heißen.

Hier die Rennpläne:

https://www-static.rc-hassia.de/wp-content/uploads/2026/08/RENNPLAN_21-GI-Drachenbootcup-2026_HASSIA.pdf?media=1696885932

https://www-static.rc-hassia.de/wp-content/uploads/2026/08/MELDEERGEBNIS_1-GOeTZ-Fashion-Dragon-Runway-Race_HASSIA.pdf?media=1696885932

Foto: Frank Beck Fotografie, Gießen

Sieben Siege für Jürgen Hüttenberger bei den Euro Masters in München

Jürgen Hüttenberger kehrte, wie im Vorjahr, mit viel Edelmetall zurück von den Euromasters in München. Sieben mal legte Jürgen in seinen Abteilungsrennen als Sieger an.

Dabei qualifizierte sich Jürgen sowohl im Einer und im Mixed Doppelzweiter in die sogenannten „Trophy“ Rennen, für die sich die schnellsten Sieger qualifizieren. Dabei errang Jürgen im Einer Silber. Nach verpatztem Start kämpfte sich der Masters Skuller in der Altersklasse D noch an das Feld der führenden Boote heran und konnte in fulminantem Endspurt noch auf Platz zwei rudern. Im Mixed Doppelzweier mit Monica Simonova errang Jürgen Gold.

Glückwunsch an den erfolgreichen Masters Ruderer, der sich somit in der Siegerstatistik weiter nach vorne schiebt.

Hassia Masters mit Edelmetall bei den DM

Da es eine Triple-Meisterschaft war, gehörte auch die offene Deutsche Masters Meisterschaft an diesem Wochenende in Krefeld zum Programm. Für die Hassia starteten Jürgen Hüttenberger, Dirk Heller und Ernst Pawlowsky.


Für 3 Rennen in der Altersklasse D ( Mindestdurchschnittsalter 50 Jahre ) musste Jürgen wegen der Vorläufe gleich 5 mal auf die Strecke. Zuerst im Mixed Doppelvierer, eine Renngemeinschaft mit Hanau und Hamm, gleich mit einem Vorlaufsieg. Im Finale war dann aber der Sieger des anderen Vorlaufes doch noch etwas schneller, sodaß Jürgen hier die Silbermedaille erreichte.

Beim Einer der AK D siegte Jürgen wieder im Vorlauf, ließ aber auch im Finale nichts anbrennen und schob sich kontinuierlich immer weiter nach vorne, um souverän mit 3,8 Sekunden Vorsprung zu gewinnen.

In seinem letzten Rennen, dem Doppelvierer der AK D, einer Rgm. mit München und Hanau, war an das bekannt starke Boot aus Schwerin nicht heran zu kommen, doch mit etwa 3 Sekunden Vorsprung auf das 3. Boot war auch hier die Silbermedaille sicher.

Ernst startete zuerst im Einer H ( MA 70 J. ). Nach einem guten Start blieb das Feld relativ eng zusammen mit Ernst auf Platz 3. Doch mit einem vehementen Endspurt konnte er sich nicht nur auf Platz 2 verbessern, sondern hätte, mit nur 0,2 Sekunden Rückstand auf den Sieger, fast noch gewonnen. So gab es die Silbermedaille.

Im letzten Rennen der Hassia-Masters starteten Dirk und Ernst im Doppelzweier G ( MDA 65 J. ). Hier kamen sie mit einer halben Länge Rückstand hinter dem Bronzerang auf Platz 4.

DM und Hochschulmeister Titel für Hassia Frauen

 Beiden Mittel- und Großbootmeisterschaften des Deutschen Ruderverbandes startete Katja Beerscht gemeinsam mit Julia Kruse und Steuerfrau Sofie Waesch zunächst im Mixed-Achter in einer Renngemeinschaft mit dem WSV Hellas Gießen, der Gießener Rudergesellschaft, dem Marburger Ruderverein, der Rudergesellschaft Kassel und dem Ruderverein Kassel. Das nicht eingefahrene Boot schied leider schon im Vorlauf gegen sehr starke Renngemeinschaften aus dem gesamten Bundesgebiet aus.

Sonntags startete Katja noch im Frauenachter, eine Renngemeinschaft aus Trier, Bonn, Mainz, Godesberg, Frankfurt, Hanau und Gießen. In einem Vier-Boote-Feld konnte der Achter sich zunächst auf der ersten Streckenhälfte auf Platz 2 hinter einer Renngemeinschaft um den Mainzer-Bundesliga Achter einordnen. Im weiteren Rennverlauf konnte sich die Renngemeinschaft, die erst 30 min vor dem Rennen das erste Mal zusammen im Boot saß, nach vorne kämpfen und das Rennen und somit den Deutschen Meistertitel mit einer halben Bootslänge Vorsprung vor der Rgm Mainz/Würzburg/Hanau/Frankfurt/Heidelberg und weiteren Rgm. gewinnen.

Bei den parallel stattfindenden deutschen Hochschulmeisterschaften ( DHM ) konnte Katja ihren Einer souverän nach Vorlaufsieg auch im Finale mit zweieinhalb Bootslängen Vorsprung gewinnen.

Außerdem startete sie mit Lara Buseck, Katharina Stamer und Victoria Hory, die bei der GRG trainieren, im Frauen Vierer ohne und Frauen Doppelvierer. In beiden Bootsklassen ging der Sieg ebenfalls nach Gießen.

Diese drei Hochschulmeistertitel sind verbunden mit Nominierungen zu den European University Championships 2027 in Sukoro Ungarn.

Zum Abschluss der Regatta fuhren die Mädels der Uni Gießen sowie der THM noch einen Frauenachter. Hier konnte nach dem Gewinn der Bronzemedaille erneut am Siegersteg angelegt werden. Im Boot saßen neben der Viererbesetzung noch Mara Bracker, Julia Kruse, Sofie Waesch sowie Svenja Wolfgarten und am Steuer Tim Titus Günther. Hier zeigt sich, dass die Zusammenarbeit zwischen den Gießener Vereinen gut funktioniert.

Ebenfalls bei den DHM lieferten sich Mara Bracker und Julia Kruse im Frauen-Doppelzweier einen beeindruckenden Kampf im starken 21 Boote Feld.
Nach einem gelungenen Vorlauf reichte es im Halbfinale trotz eines starken Endspurts leider nicht für das A Finale, sodass die beiden Mittags im B Finale an den Start gingen und dort schließlich Platz 4. im B Finale und damit Platz 10 in der Gesamtwertung erreichten.

Zusätzlich zur DHM gingen Mara und Julia noch bei der Mittel-&Großbootmeisterschaften im Vorlauf des Frauen-Doppelzweiers an den Start. In diesem wurde es Platz 3 und damit hieß es A Finale für den nächsten Tag, indem sie den 6. Platz erreichten.